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Handwerksdienstleistungen - Wie sieht ein realistisch kalkulierter Kostenvoranschlag aus?

Kostenvoranschläge von Handwerksunternehmen werden von vielen Kundinnen und Kunden oft mit Argwohn betrachtet. Gerade wer privat Klempnerinnen, Maler, Maurer o.ä. beauftragt, staunt oft nicht schlecht über die scheinbar hohen Preise der Dienstleistung. Das ist auch nachvollziehbar, schließlich ist für die Kundschaft meist nur ein kleiner Teil der tatsächlich anfallenden Kosten und Aufwendungen direkt sichtbar. Doch die scheinbar hohen Preise eines Handwerksbetriebs sind häufig knapper kalkuliert, als die Kundinnen und Kunden auf den ersten Blick sehen oder sehen wollen. Denn die Arbeit vor Ort stellt typischerweise nur einen Teil dessen dar, was bei der Kalkulation des Kostenvoranschlags berücksichtigt werden muss. Anfahrt, Material, Büro- und eventuell Werkstattmiete, der Kauf von Fahrzeugen und viele weitere Kostenfaktoren fließen in die Berechnung ein. Dadurch ergibt sich ein auf den ersten Blick hoch erscheinender Stundensatz für Handwerksdienstleistungen, der sich aber zum überwiegenden Teil aus laufenden Betriebskosten zusammensetzt. Besonders viel bleibt den meisten Betrieben davon nach Abzug aller Kosten leider nicht erhalten. Für Sie bedeutet das, dass Sie Kostenvoranschläge sowohl bei deutlich zu hohen als auch bei wesentlich zu niedrig angesetzten Preisen hinterfragen sollten. Ein unrealistisch preisgünstig kalkuliertes Angebot sorgt im Nachhinein oftmals noch für viel Ärger. Doch wie hohe Stundensätze und Kosten sind vertretbar? Dieser Artikel soll Ihnen zumindest einige Anhaltspunkte geben, welche Kosten für die Betriebe anfallen und worauf Sie achten sollten.

Lohn- und Gehaltskosten

Einer der größten Posten in der Kostenkalkulation beinahe jeden Betriebs sind die Lohnkosten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bei Handwerksbetrieben betrifft das einerseits die bei den Kundinnen und Kunden vor Ort verbrachten Arbeitsstunden. Doch auch Büroarbeitszeit, An- und Abfahrt, alle benötigten Werkzeuge und Maschinen verladen, reinigen und instandhalten und zum Beispiel die Lohnfortzahlung während des Urlaubs oder im Krankheitsfall müssen finanziert werden. Will und soll der Betrieb die Angestellten dann auch noch fair und gut bezahlen, summieren sich die Lohn- und Gehaltskosten, die abseits der konkreten Arbeit bei den Kundinnen und Kunden anfallen, schnell zu hohen monatlichen Beträgen. Insbesondere die Sozialabgaben, die der Betrieb für seine Mitarbeiter zahlt, fallen dabei noch zusätzlich deutlich ins Gewicht. Ebenso die Arbeitszeit die im Büro anfällt für zu Beispiel Angebots- und Rechnungserstellung, Telefonat Annahme, Materialeinkauf für die jeweilige Baustelle etc.

Miete, laufende Kosten und Finanzierungen

Dazu kommen Kosten für die Miete von Büro- und Lagerräumen und in vielen Fällen Werkstätten. Allein das kostet die meisten Handwerksfirmen Monat für Monat mehrere Tausend Euro. Selbst bei hohen Stundensätzen arbeiten die Betriebe typischerweise mehrere Arbeitstage im Monat nur für die Finanzierung der Mietaufwendungen. Dazu kommen Nebenkosten, wie sie im Privathaushalt auch anfallen: Elektrizität, Wasser, Heizung, Telekommunikation. Eventuelle Finanzierungen für Fahrzeuge, Geräte und andere Investitionen verursachen, insbesondere bei kleineren Unternehmen, häufig genug weitere hohe monatliche Fixkosten. Gerade Spezialgeräte, die nur in vergleichsweise geringen Stückzahlen gefertigt werden, kosten oft enorme, auf den ersten Blick nicht nachvollziehbare Summen. Aber auch andere, alltäglichere Investitionen müssen getätigt werden:

Büroausstattung, Transportfahrzeuge und so weiter. Auch für die Anschaffung von Verschleiß- und Verbrauchsmaterialien fallen in Handwerksbetrieben regelmäßig Kosten an. Werkzeuge müssen erneuert oder repariert, Schmiermittel und Chemikalien eingekauft, Arbeitskleidung beschafft werden. Auch die Wartung und die Nutzung betriebseigener Fahrzeuge fällt in diese Sparte. Jährliche Seminare für die Mitarbeiter sowie Zertifikate die eingeholt und erneuert werden müssen, verursachen ebenfalls weitere Kosten.

Beurteilung der anstehenden Arbeiten

Steuern und Versicherungen

Nicht zuletzt zieht natürlich auch Vater Staat einen Teil des Gewinns ein. Nicht nur die direkt auf der Rechnung ausgewiesene Umsatzsteuer müssen Handwerksbetriebe ans Finanzamt abführen. Weitere Steuern von der Gewerbe- bis zur Einkommenssteuer wollen ebenfalls bezahlt werden. Auch das sind Kosten, die die Betriebe über die Stundensätze an ihre Kundschaft durchreichen müssen. Ähnliches gilt für Versicherungen. Von der Berufshaftpflicht- bis zur Kfz-Versicherung gibt es zahlreiche Schutzbriefe, die für Handwerksbetriebe dringend notwendig oder sogar gesetzlich vorgeschrieben sind. Übrigens: Auch als Privatkundin oder Privatkunde haben Sie unter bestimmten Bedingungen die Möglichkeit, Teile von Handwerksrechnungen steuerlich geltend zu machen. Wichtig ist dabei, dass es sich um sogenannte "haushaltsnahe Dienstleistungen" handeln muss.

Rückstellungen

Hinzu kommt, dass Handwerksbetriebe und andere Firmen jeder Größe Rückstellungen bilden müssen, um auf Einnahmenausfälle und vergleichbare Notlagen reagieren zu können. Große Teile der oben beschriebenen, regelmäßig anfallenden Kosten fallen schließlich auch dann an, wenn es einmal keine Aufträge gibt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Miete und Versicherungen müssen auch dann bezahlt werden. Während der Corona-Krise sind zum Beispiel auch für viele Handwerkerinnen und Handwerker Teile des Geschäfts weggebrochen. Obgleich die Branche im Allgemeinen weniger stark betroffen war und ist als viele andere Bereiche des wirtschaftlichen Lebens, sind die Ausfälle für viele doch spürbar. Auch ausbleibende Zahlungen säumiger Schuldner stellen für viele Handwerkerinnen und Handwerker einen nicht zu unterschätzenden und zugleich nur schwer kalkulierbaren Kostenfaktor dar.

So setzen die Kosten sich konkret zusammen

Pauschal lässt sich natürlich nicht sagen, wie sich die konkreten Kosten einer einzelnen Handwerkerin oder eines einzelnen Handwerkers zusammensetzen. Typischerweise kann allerdings davon ausgegangen werden, dass rund ein Drittel des auf der Rechnung ausgewiesenen Stundensatzes in typische Betriebsausgaben fließt, ein weiteres Drittel den Bruttolohn des Handwerkers ausmacht und der Rest für Sozialabgaben und -aufwendungen anfällt. Natürlich gibt es aber Bereiche, in denen die laufenden Betriebskosten wesentlich höher oder geringer ausfallen können. Gerade Betriebe, die sehr teure Geräte benötigen, müssen oft einen unverhältnismäßig großen Teil der Stundensätze auf die Finanzierung umlegen. Als Faustformel zur Abschätzung eines Kostenvoranschlags kann diese näherungsweise Aufteilung aber hilfreich sein. Ein Stundensatz von 60 € von dem rund 20 € als Bruttolohn an die Handwerkerin oder den Handwerker gehen, ist in vielen Handwerksbereichen keine unrealistische Kalkulation. Als Kundin oder Kunde sollten Sie Vorsicht walten lassen, wenn Sie den Eindruck haben, dass die im Satz kalkulierten Kosten für den Bruttolohn deutlich zu niedrig angesetzt sind. Nicht selten lauern in solchen Fällen Kostenfallen bei der späteren Ausführung des Auftrags. Nicht alle günstigen Handwerksangebote müssen unseriös sein. Dennoch kann es sinnvoll sein, in solchen Fällen noch einmal nachzuhaken oder Vergleichsangebote einzuholen. Ein von Anfang an realistisch geschätzter Dienstleistungspreis ist oftmals kostengünstiger als verdächtig billige Sparangebote.

Erstellung eines Kostenvoranschlag

Bei Naturstein Biermann ist es uns bei der Erstellung von Kostenvoranschlägen wichtig, die Kosten so realistisch und transparent wie möglich zu kalkulieren und vor allem zu kommunizieren. Dabei gehört es für uns immer dazu, uns, gerade vor größeren Aufträgen, noch vor Erstellung des Voranschlags, ein möglichst genaues Bild der Situation vor Ort zu machen (bspw. bei Ausschreibungen ). So ersparen wir uns und vor allem Ihnen, unseren Kundinnen und Kunden, unangenehme Überraschungen während der Umsetzung. Zu offenen Fragen, auch nachdem wir für Sie Ihren individuellen Kostenvoranschlag erstellt haben, stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.

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