Naturstein-Biermann Ihr Natursteinspezialist

Ihr Sanierungsprofi seit 1966

Hinweise zu Ausschreibungen im Bereich Naturstein-Böden

Im Bauwesen im Allgemeinen und natürlich auch in der Natursteinbranche im speziellen spielt die öffentliche Ausschreibung von Aufträgen eine große Rolle. Vor allem die öffentliche Hand, die in den allermeisten Fällen zur Ausschreibung von Aufträgen verpflichtet ist, macht davon Gebrauch. Doch auch privatwirtschaftliche Unternehmen nutzen immer häufiger dieses Verfahren. Durch Internet und digitale Medien haben sich sowohl die Ausschreibung selbst als auch die Bewerbung auf entsprechende Aufträge in den letzten zwei Jahrzehnten stark vereinfacht und stellen einen äußerst sinnvollen Weg dar, um passende Experten für hoch spezialisierte Arbeiten, wie etwa die Sanierung von Naturstein-Oberflächen, zu finden. Damit dabei alles reibungsfrei funktioniert, sollte der Auftraggeber die Ausschreibung so spezifisch wie möglich formulieren. Hier beginnt jedoch meist für den zukünftigen Auftragnehmer ein mittleres Desaster. Bevor es ans Eingemachte, also die Positionen der angefragten Arbeiten geht, ist man leider gezwungen gefühlte tausend Seiten Text zu lesen. Allein hierbei hat man bereits das Gefühl, dass das Ausfüllen des Leistungsverzeichnisses länger dauert als gedacht. Wichtig zu wissen ist, dass es bei Oberflächensanierungen sehr schwierig ist, genaue Materiallisten zu erstellen. Zum einen müsste man jedes Mittel welches verwendet wird abmessen oder wiegen, zum anderen verwenden wir verschiedene Segmente oder Pads unter den jeweiligen Maschinen, wo sich der Verbrauch je nach Baustelle im My Bereich bewegt. Wir haben es bereits häufig erlebt, dass in der Ausschreibung verlangt wird Hersteller, Lieferant und sogar Preise für die verwendeten Materialien anzugeben. Wir wiedersprechen hier immer ganz klar und versuchen so spätere Diskussionen warum wir dies nicht tun zu vermeiden. Des Weiteren ist es wichtig vorab abzuklären, welche Unterlagen vorgelegt werden müssen. Nicht selten haben wir es erlebt, dass die Rechnungen zurückgewiesen werden, weil eine bestimmte Bescheinigung gefehlt hat. Hier war im Vorfeld nicht dargelegt worden, was der Auftragnehmer alles benötigte. Auch genaue Rechnungsanschriften usw. müssen vorab mitgeteilt werden. Leider verlängern viele Auftraggeber das Zahlungsziel, weil z.B. eine bestimmte Auftragsnummer fehlte.

Auch VOB oder Gewährleistungen spielen eine große Rolle. So gibt es z.B. auf Oberflächenaufarbeitungen generell keine Gewährleistung es sei denn dies ist gesondert vereinbart. Zum einen hatte der Belag bereits eine Gewährleistung nach Verlegung, zum anderen ist es schwer für die Firma die den Boden aufgearbeitet hat zu kontrollieren ob dieser auch richtig gereinigt und gepflegt wird. Haben wir zum Beispiel einen Marmor geschliffen und poliert und die Reinigungsdame nimmt einen säurehaltigen Reiniger der die Oberfläche angreift, unterliegt dies nicht der Gewährleistung.

Missverständnisse vorbeugen!!

Genaue Zahlen und Fakten nennen

Wie bei den allermeisten anderen Ausschreibungen auch, ist es wichtig, bei der Ausschreibung von Oberflächensanierungen zunächst die nackten Fakten klar und deutlich darzulegen. Das sind nicht nur die direkt mit dem Bauprojekt verbundenen Daten, wie Materialien oder Flächengröße, als auch die gewünschten Arbeiten in ausführlicher Beschreibung. Aber auch hier kommt es meist zum ersten Konflikt beim Ausfüllen des LV´s. Oft genug haben wir ein LV für ein öffentliches Gebäude in dem z.B. ein Bestandsboden aus Betonwerkstein aufgearbeitet werden soll. Gewünscht wird hier eine Reinigung oder das Abschleifen der Fläche inkl. anschließender Kristallisation. Der Boden soll im Anschluss mind. R9 erreichen. Das R steht für Rutschfestigkeit und beschreibt eine nach DIN 51130/51131 definierte Kategorisierung von Bodenbelägen. Für Bodenmaterialien im öffentlichen Raum wird davon ausgegangen, dass eine Einordnung des entsprechenden Materials in die Gruppe R9 genügend Sicherheit und Halt bietet, um Trittverlust und Ausrutschen zu verhindern. Bodenbeläge dieser Kategorie können bei einem Gefälle von 6°-10° auch dann noch sicher begangen werden, wenn sie mit Öl benetzt werden. Die Kategorisierung verschiedener Natursteinmaterialien in Laborversuchen zeigt, dass die Politur der Böden nach den Verfahren C120 und C220 in vielen Fällen für hinreichende Rutschfestigkeit sorgt. Allerdings ist dabei zu beachten, dass derartige Laborergebnisse oft nicht mit Gleitmessungen vor Ort übereinstimmen. Natursteine sind, wie der Name schon sagt, natürliche Baustoffe. Eine absolute Normierung des Materials ist insofern nicht möglich.

Jetzt Achtung. Spätestens bei der Anfrage Kristallisation und mind. R9 Wert sollte ein Fachbetrieb aufmerksam werden. Ein Kristallisierter Boden erreicht nicht immer einen R9 Wert. Nach der Kristallisation (Politur) soll dann eine Fluatierung aufgebracht werden! Eine Fluatierung auf einer polierten Fläche wäre wie Seife auf eine Glasscheibe aufzubringen. Es ist schwer zu sagen ob es hier an Unwissenheit des Bauherrn oder Architekten liegt oder ob bereits im Vorfeld eine falsche Beratung stattgefunden hat. Solche Angaben machen es uns schwer ein LV vollständig und fachgerecht auszufüllen.

Eine Ausschreibung in der nicht eine spezifische Rutschfestigkeit, sondern ein Politurverfahren in den Anforderungskatalog aufgenommen wird, sollte also nur in begründeten Ausnahmefällen erfolgen. Gerade die technisch klingenden Bezeichnungen C120 oder C220 erwecken bei vielen Immobilieneignerinnen und -eignern den Eindruck, damit ein eindeutiges Endergebnis definieren zu können. Doch C220 bedeutet lediglich, dass Siliziumcarbid (das C steht für Carborundum) als Schleifmittel zum Einsatz kommt. Je höher der nach dem C angegebene Zahlenwert, desto feiner ist das Schleifpulver und umso glatter lassen sich damit Natursteine schleifen. Dass C220 in vielen Fällen geeignet ist, Bodenbeläge mit der Rutschfestigkeit R9 zu schleifen bedeutet damit aber nicht, dass das immer und für jedes Natursteinmaterial gilt. Eine Vielzahl von Faktoren spielen hier eine Rolle wie zum Beispiel die eingesetzte Maschine also das Gewicht und die Umdrehung und welches Werkzeug sich unter der Maschine befindet. Erst wenn all diese Faktoren berücksichtigt wurden, lässt sich vor Ort eine Gleitmessung durchführen die aber nur aussagen kann, ob der Belag sehr sicher, sicher, bedingt sicher oder unsicher ist. Der R-Wert ist ein Laborwert der sich nur in schiefer Ebene messen lässt. Gerade in den Eingangsbereichen öffentlicher Gebäude ist es nicht immer sinnvoll, Natursteinböden nachträglich polieren zu lassen, da der R-Wert des Bodens dadurch verändert wird. Eine entsprechende vorherige Analyse vor Ort ist oftmals angebracht und sollte am besten noch vor der eigentlichen Auftragsausschreibung erfolgen.

 Ausschreibungen so spezifisch wie möglich formulieren

Beschichtung von Bodenmaterialien

Auch bei den Anforderungen an Fluatierung und Versiegelung von Böden sehen wir oft uneindeutige oder sogar widersprüchliche Formulierungen in Ausschreibungen. Als erstes ist die Frage zu stellen welches Mittel zur Fluatierung eingesetzt werden soll: Wachsfluat oder Härtefluat etc. Zunächst ist es um das zu vermeiden wichtig, zu verstehen, welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Verfahren haben. Während die Fluatierung eines Bodens mit speziellen Wachsen nämlich vor allem mehr Glanz und Farbintensität verspricht, dienen Versiegelungen primär dem Oberflächenverschluss des Steins. Fluatierung stellt dabei vor allem eine Option für nicht-polierte Steine dar, da das Verfahren auf polierten Böden zu Streifenbildung beitragen kann, die die optischen Verschönerungen neutralisieren. Eine Versiegelung wiederum sollte nur bei besonders belasteten Böden zum Einsatz kommen - zum Beispiel auf Toiletten oder im unteren Bereich einer Außenfassade. Die Versiegelung sorgt dafür, dass der Stein nur geringfügig atmungsaktiv ist. So wird zwar verhindert, dass Flüssigkeiten in den Naturstein eindringen und unschöne Flecken bilden, doch zugleich können bereits im Material vorhandene Stoffe geringfügig austreten. Eine insgesamt verringerte Haltbarkeit des Natursteins kann die Folge sein. Auch bei Fragen zur Oberflächenversiegelung empfiehlt es sich, bereits vor der Ausschreibung Kontakt zu entsprechenden Fachbetrieben aufzunehmen und Informationen über die im konkreten Fall sinnvollen Methoden und Möglichkeiten einzuholen.

Bei Naturstein Biermann stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns ganz einfach telefonisch oder per E-Mail! Auch bei einer Ausschreibung ist es sinnvoll eine vorherige Besichtigung vorzunehmen.

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Naturstein Biermann
Inhaber: Andree Biermann
In Schulten Böcken 33
59192 Bergkamen
Tel.: 02307 - 21 22 7

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Liebe Kundinnen und Kunden,
liebe Mitmenschen,


auch in dieser aktuell schwierigen Zeit sind wir weiterhin für euch da (solange wir dürfen).

Wir vereinbaren weiterhin Termine für Besichtigungen sowie für die Ausführungen unserer Arbeiten. Ebenfalls sind wir uneingeschränkt telefonisch zu erreichen. Sofern Sie vorhaben unser Büro aufzusuchen um sich beraten zu lassen oder bestellte Ware abzuholen, bitten wir jedoch um telefonische Anmeldung.

Selbstverständlich haben wir unsere Mitarbeiter angewiesen, einen vorgegebenen Abstand gegenüber unseren Kunden einzuhalten und sich nach Möglichkeit regelmäßig die Hände zu waschen. Es fahren immer max. 2 Mitarbeiter auf eine Baustelle sodass auch untereinander ein gewisser Abstand zueinander eingehalten werden kann. Jedes Team ist mit ausreichend Handschuhen, Masken und Desinfektionsmitteln ausgestattet. Das gleiche gilt für unsere Büroräume. Sollten Sie für Ihren Termin spezielle Wünsche haben, scheuen Sie sich nicht uns anzusprechen.

Sollten Sie hierzu Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung und hoffen das sich die Lage sehr bald wieder entspannt.

Wir wünschen Ihnen weiterhin alles gute und vorallem: bleiben Sie gesund!

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